Kooperation mit der DLG

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Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG e.V.-Testzentrum Lebensmittel) und der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik Berlin wurde fortgesetzt und ausgeweitet. Neben den den Qualitätswettbewerben für Brot/Getreidenährmitteln und Feine Backwaren/Süßwaren wurde erstmalig der Qualitätswettbewerb für SB-Frischfleisch auch an der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik durchgeführt.

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Oberstudiendirektor Hans Keller (l.) und Dr. Thomas Schmidt (r.)

Herbert Linster von der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik sprach mit Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Zertifizierungsstelle der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und Oberstudiendirektor Hans Keller, Leiter der Emil-Fischer-Schule (EFS) und der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik Berlin.   Fachschule: Hr. Dr. Schmidt, welche Qualitätswettbewerbe wurden 2007 an der EFS durchgeführt und seit wann besteht die Zusammenarbeit zwischen der EFS und der DLG? Thomas Schmidt: 2007 haben wir die folgenden Qualitätswettbewerbe an der EFS durchgeführt: im September die SB-Frischfleisch, im Oktober die Feine Backwaren/Süßwaren und im November die Brot/Getreidenährmittel. Die Zusammenarbeit besteht nun schon seit vier Jahren. Nächstes Jahr ist fünfjähriges Jubiläum! Fachschule: Herr Keller, die EFS ist ein Oberstufenzentrum (Ernährung und Lebensmitteltechnik) mit einem breiten Angebot von der Berufsvorbereitung, Berufsfachschule, Berufschule bis hin zur Weiterbildung in der Fachschule. Weshalb hat sich die EFS als Ausbildungsinstitution für die Zusammenarbeit mit der DLG entschieden?

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Oberstudiendirektor Hans Keller, Leiter der Emil-Fischer-Schule (EFS) und der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik Berlin

Hans Keller: Das sind viele Gründe. Zum einen sind wir das OSZ in Berlin, das für alle Ernährungsberufe zuständig ist. Zum anderen bilden wir in unserer Fachschule Techniker der Bereiche Getreidetechnologie, Fleischereitechnologie sowie Technologie der Fertiggerichte und Feinkost als Nachwuchskräfte im mittleren Management der Lebensmittelindustrie aus. Zum dritten sind Lehrkräfte der Fachschule als Prüfer bei der DLG tätig und viertens haben wir alle technischen Voraussetzung zur Durchführung von DLG Veranstaltungen. Die DLG-Veranstaltungen bieten die Gelegenheit, Theorie und Praxis zu verzahnen und in Kontakt mit den Vertretern aus den Industriebetrieben zu kommen. Fachschule: Herr Dr. Schmidt, was hat die DLG dazu bewogen sich an die EFS zu wenden? Thomas Schmidt: Die hervorragenden fachlichen und backtechnischen Voraussetzungen hier an der EFS. “Just-Intime-Lieferungen” heißt: morgens anliefern und am gleichen Tag prüfen ist gegeben! Früher ballte sich alles an zwei Tagen in großen Mesehallen. Das ist heute nicht mehr möglich bei der Vielzahl und Differenziertheit der Produkte. Das verlangt nach umfassenden technischem Equipment wie geeigneten Backstationen und natürlich nach geeignetem Fachpersonal wie Fachlehrern und Fachschülern. Dies alles ist an der EFS mit dessen Fachschule für Lebensmitteltechnik gegeben. Fachschule: Herr Keller, welche Schülergruppen sind an der Durchführung der Qualitätswettbewerbe beteiligt, und welche Aufgaben werden von diesen wahrgenommen? Hans Keller: An der Organisation und Planung unmittelbar sind Schüler der Berufsfachschule für Lebensmitteltechnische Assistenten und Fachschüler der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik beteiligt. Das Spektrum der Aufgaben reicht von der Warenannahme, Vorbereitung der Waren, Zubereitung der Proben, Bereitstellung an den Prüftischen und Teilnahme als Gastprüfer. Fachschule: Herr Dr. Schmidt, wie bewerten Sie die jetzige und zukünftige Zusammenarbeit mit der EFS?

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Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Zertifizierungsstelle der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG)

Thomas Schmidt: Ausgezeichnet, um es einmal im Terminus der DLG zu formulieren. Die zwischen EFS und DLG abgeschlossene Kooperationsvereinbarung stellt hierbei die Basis dar. Mit dieser Kooperation sind die richtigen Entscheidungen getroffen worden, um zukünftig darauf aufzubauen. Fachschule: Herr Keller, welche Vorteile sehen Sie für die EFS bei der Durchführung von DLG-Wettbewerben an ihrer Schule? Hans Keller: Allen Beteiligten, aber auch den Berufsschülern im dualen System, die die Prüfung phasenweise beobachten können, kann die Bedeutung der Qualitätssicherung durch Sensorik verdeutlicht werden. Auch der Hintergrund des Prüfschemas, das ja Unterrichtsgegenstand ist, kann besser verstanden werden. Für Berufliche Schulen, speziell für Fachschulen ist ein intensiver Kontakt mit den Entscheidungsträgern und Sachverständigen aus Industrie, Handwerk sowie Forschung außerordentlich wichtig, um neue Entwicklungen nicht zu verpassen. Unsere Fachschüler können erste Kontakte zu künftigen Arbeitgebern aufnehmen. Fachschule: Herr Dr. Schmidt, die Durchführung und Betreuung wird wesentlich von den in der Ausbildung befindlichen Lebensmitteltechnikern getragen. Wie beurteilen Sie diese Zusammenarbeit mit der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik? Thomas Schmidt: Unsere Kooperation wird durch drei Säulen getragen. Dies sind die zukünftigen Bäckereitechnikern der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik, die Fachlehrer der EFS und dem DLG-Know How. Fachschule: Herr Dr. Schmidt, Herr Keller, wie wird sich die zukünftige Zusammenarbeit zwischen der DLG und der EFS entwickeln? Hans Keller: Wir werden die Zusammenarbeit auf die durch einen Kooperationsvertrag gelegten Basis fortsetzen. Ich werde mit Kollegen ein schulisches Curricula für die Veranstaltungen entwickeln, um die Nähe zum Unterricht und die Bedeutung dieser Veranstaltungen für die Ausbildung noch deutlicher zu machen. Thomas Schmidt: Auf der Basis unserer Kooperationsvereinbarung werden wir weiter zusammenarbeiten. Die Vereinbarung setzt den Rahmen. Dieser gibt uns die Möglichkeit, uns in vielfältiger Form weiter zu entwickeln und diesen Rahmen auszugestalten. Im Vordergrund stehen dabei:

  1. Die Förderung der Sensorik als ein wesentliches Mittel der Qualitätssicherung.
  2. die Vertiefung der sensorischen Fertigkeiten bei den Fachschülern und Auszubildenden im Nahrungsgewerbe.
  3. Die Herstellung von Kontakten zwischen der Schule und den Betrieben.
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